Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Einrichtung und möchten Ihnen gerne die Aufgaben und die Organisation der Berufsförderungsstätte sowie unsere Hilfs- und Behandlungsangebote für die Inhaftierten vorstellen und Ihnen dabei zugleich auch den Strafvollzug allgemein näher bringen.

Der beruflichen Qualifizierung Strafgefangener mit anschließender Integration auf dem Arbeitsmarkt kommt hinsichtlich einer erfolgreichen Resozialisierung besondere Bedeutung zu. Das Land Nordrhein-Westfalen setzt daher im Rahmen eines behandlungsorientierten Strafvollzuges einen Schwerpunkt im Bereich der beruflichen Bildung der Gefangenen.

Die Berufsförderungsstätte ist zentrale Bildungseinrichtung des offenen Vollzuges und ermöglicht es sowohl männlichen und im Wege der Koedukation auch weiblichen erwachsenen Strafgefangenen, die Inhaftierungszeit durch Teilnahme an einer beruflichen Qualifizierungsmaßnahme sinnvoll zu nutzen. Dabei legen wir nicht nur Wert auf die Vermittlung der berufsspezifischen fachlichen Kenntnisse und Fertigkeiten, sondern richten unser Augenmerk auch auf die Stärkung der sozialen Kompetenzen. Wir fördern die Gefangenen mit individuell geplanten Behandlungsmaßnahmen in ihrer prosozialen Entwicklung, fordern aber zugleich auch von ihnen Mitarbeits- und Leistungsbereitschaft sowie Selbstdisziplin und Verantwortungsbewusstsein.

Wir verstehen unsere Arbeit nicht nur als klientenorientierten Behandlungsauftrag, sondern auch als Dienstleistung für die Gesellschaft, da die Wiedereingliederung straffällig gewordener Menschen das Risiko künftiger Straftaten vermindert und damit einen wichtigen Beitrag zur inneren Sicherheit darstellt.

Alle in der Berufsförderungsstätte Tätigen arbeiten gemeinsam mit den Inhaftierten an dem Ziel, für die Zeit nach der Entlassung die Chancen auf eine straffreie Lebensführung zu verbessern.

Wie das im Einzelnen aussieht, erfahren Sie, wenn Sie uns auf den nachfolgenden Seiten weiter begleiten.

 

Gisela Hoter

Anstaltsleiterin